Ignaz Briess — Ghettoleben


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SCHILDERUNGEN

AUS DEM EHEMALIGEN

GHETTOLEBEN

VOM JAHRE 1838 — 1848 MIT STREIFLICHTERN

BIS IN DIE GEGENWART UND

JUGENDERINNERUNGEN

EINES 78 BEZW. 89 JÄHRIGEN

von

IGNAZ BRIESS sen. in Olmütz.

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III.VOLLSTÄNDIG UMGEARBEITETE UND WESENTLICH

ERWEITERTE AUFLAGE

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Der Reinertrag ist für jüd. Wohlfahrtszwecke (Israel. Freitischverein in Prag, Frauenwohltätigkeitsvereine etc.) bestimmt.

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Selbstverlag

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In Kommission beim Jüd.Buch- und Kunstverlag Max Hickl, Brünn.

1922

Vorwort zur  ersten Auflage.

P. T.

Ihre stumme Frage: Wie kommt Saul unter die Propheten, d.h. warum ich in meinem vorgerückten Alter mit einer Broschüre in die Öffentlichkeit trete, beehre ich mich folgendermaßen zu beantworten: Bei der heurigen Feier meines Geburtstages wurde ich von meinen Kindern ersucht, ihnen Erlebnisse aus meinen Jugendjahren zu erzählen. Diese Schilderung fand solchen Beifall, daß ich trotz heftigen Sträubens — denn es ist gar nicht leicht, coram publico von sich selbst zu sprechen — zusagen mußte, sie zu veröffentlichen.

Um auch das Interesse weiterer Kreise dafür zu wecken, habe ich gleichzeitig das Ghettoleben meiner Vaterstadt Prerau geschildert und hoffe dadurch die Erinnerungen der älteren Mitglieder, welche früher in einer Kehilla lebten, zu erneuern. Der jüngeren Generation mögen die vor dem Jahre 1848 bestandenen jüdischen Einrichtungen, Gebräuche und gesetzlichen Bestimmungen, deren strenge Befolgung sie nicht für möglich halten würden, zur Kenntnis gebracht werden.

Der Reinertrag der Broschüre ist der Olmützer Chewra Kadischa gewidmet.

In Berücksichtigung des wohltätigen Zweckes bitte ich Euer Wohlgeboren um freundliche Annahme der Broschüre — deren Selbstkosten mehr als zwei Kronen pro Stück betragen — und überlasse die Überzahlung Ihrem wohlwollenden Ermessen nach dem Spruch der Bibel (V.Moses, K.16, V.17): Isch Kematnas jodau, kewirkas adonai elauhecho ascher nossan loch, d.h., jeder gebe nach seinen Verhältnissen.

Olmütz, im Dezember 1911.

IGNAZ BRIESS  senior,

Ritter des Franz Josefordens und des königl.belg. Leopoldordens.

 

Vorwort zur zweiten Auflage.

 P. T.

Die freundliche Aufnahme und der finanzielle Erfolg zugunsten der Olmützer Chewra Kadischa, welcher der ersten Auflage meiner Broschüre zuteil wurde, und die anhaltende Nachfrage, welche nicht mehr befriedigt werden konnte, ermutigen mich, an die Herausgabe der zweiten Auflage zu schreiten.

Ich habe mich bemüht, die Lücken der ersten Auflage auszufüllen, vieles zu ergänzen und zu ändern und die neue Auflage so auszugestalten, daß die Besitzer der ersten Ausgabe sehr viel Neues darin finden können und daß die neuen Käufer ein förmliches

VADEMECUM

in dem Labyrinth der vor dem Jahre 1848 bestandenen jüdischen Gebräuche und Verordnungen finden werden.

Da ich mir bewußt bin, daß das wohlwollende Interesse, welches der ersten Auflage entgegengebracht wurde, mehr dem wohltätigen Zwecke als dem bescheidenen Elaborate zuzuschreiben war, so habe ich den Reinertrag der zweiten Auflage ebenfalls einer wohltätigen Institution zugewiesen, und zwar dem Unterstützungsverein für mittellose jüdische Techniker in Brünn, damit dieser seinen Mitgliedern im Bedarfsfalle eine Aushilfe gewähren könne.

Ich fühle mich verpflichtet, der Presse für ihre wohlwollende Besprechung der ersten Auflage herzlich zu danken; nicht minderen Dank zolle ich den Herren Doktor Oppenheim in Olmütz, Sekretär Stößler daselbst und Doktor Kanter in Zwittau für einige Auskünfte bei der zweiten Auflage, insbesondere dem letzteren Herrn für die Angabe jener Talmudtraktate, in welchen einige von mit zitierte Stellen vorkommen, die mir bereits entfallen waren, da ich seit mehr als 65 Jahren die Gemara nicht mehr in Händen hatte.

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Vorwort zur der Onlineversion.

Schluß und Vorwort zur dritten Auflage fehlen in der noch vorhandenen Kopie des Buches.
Um den Lesefluß nicht zu beeinträchtigen, sind die Anmerkungen aus dem Original zum Teil in Text oder in Fußnoten übernommen worden und umgekehrt. Fehlende Textstellen (schlechte Kopie) sind sinngemäß ergänzt. Hebräische Ausdrücke sind wie im Original wiedergegeben, auch wenn sich die Schreib- oder Ausspracheweise inzwischen geändert hat.

Lisl Schröfl, Juni 1999.


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